Herkunft:

Der Rhodesian Ridgeback ist eine Rasse mit afrikanischer Herkunft, nach dem Land Rhodesian benannt, heute Simbabwe. Sie basiert auf alten Rassen der ehemaligen Kapkolonie. Diese Hunde, vor allem die der Khoi-Khoi, zeigten den umgekehrten Aalstrich, den Ridge.

Beschreibung:

Er ist ein kraftvoller, selbstbewußter, intelligenter Hund mit hoher Reizschwelle, Widerristhöhe von 61-69 cm und Gewicht von ca.32-36,5 kg. Die Hunde sind muskulös, mit einer tiefen Brust, mäßig gewölbten Rippen und leicht gewölbten Lenden. Der Hals ist eher lang. Er ist kurzhaarig und in den Farben sand, red- oder darkwheaten. Sein Ridge beginnt in Schulterhöhe mit zwei Haarzwirbeln (Crowns) und endet auf der Hüfte, wo er im Verlauf zur Hüfte schmaler wird.Bei schwarzer Nase sind die Augen dunkelbraun, bei brauner oder leberfarbiger (Livernose) Nase bernsteinfarben.

Die Zuchtordnung des britischen Rasseclubs hielt bis 2008 fest, dass ohne Ridge geborene Welpen getötet werden sollten. Nachdem diese Regelung im Rahmen des Dokumentarfilms Pedigree Dogs Exposed publik gemacht wurde, hat der Club sie inzwischen aus seinen Zuchtvorschriften gestrichen.

Die Ridgeback haben ein sehr gutes Gedächtnis, sind fähig eigenständig Probleme zu lösen und haben ein gutes soziales Verhalten ohne Anzeichen von Agressivität. Einem so kräftigen und wendigen, aufmerksamen Hund bedarf es einer geduldigen, konsequenten aber nicht harten Erziehung.

Der Rhodesian Ridgeback ist sehr sensibel und personenbezogen, kinderlieb und sehr lernfähig. Wenn Sie unangemessene Härte vermeiden und konsequent sind, läßt er sich leicht erziehen.

Wenn man den Rhodesian Ridgeback unangemessen hart behandelt, zerstört man ihn seelisch. Selten ist es wieder gut zu machen, denn einen verdorbenen Ridgeback bekommt der beste Ausbilder nicht wieder voll ins Gleichgewicht. Um das erste Lebensjahr herum meinen viele Nichtkenner dieser Rasse, er sei ängstlich oder wesensschwach, er ist aber dem hingegen lediglich ausgesprochen vorsichtig und stabilisiert sich bis zum zweiten Lebensjahr.

Die RR`s haben ein ausgeprägtes Rudelverhalten, doch die wenigsten haben heute die Möglichkeit in einem zu leben. Von daher sind sie eng mit ihrer Familie verbunden, die das Rudel ersetzt und auf gar keinen Fall im Zwinger zu halten. Die Ridgeback`s besitzen einen natürlichen Wach und Schutztrieb.

Wesen:

Der FCI-Standard beschreibt Rhodesian Ridgebacks als "würdevoll, intelligent, Fremden gegenüber zurückhaltend, aber ohne Anzeichen von Aggressivität oder Scheu".

Um sein Wesen zu verstehen, sollte man nachvollziehen wofür er gezüchtet wurde:

Für den Einsatz bei der Löwenjagd brauchte man einen unerschrockenen Hund mit gutem Reaktionsvermögen, enormer Wendigkeit, um den Prankenhieben des Löwen auszuweichen. Bei der Jagd ließ sich der Ridgeback nicht auf einen Kampf mit dem Löwen ein, dem er körperlich auch garnicht gewachsen wäre. Die Ridgeback´s führten Scheinangriffe durch, hielten die Aufmerksamkeit des Löwen somit auf sich gelenkt,bis sich für den Jäger die Möglichkeit bot, zu schießen.

Man sagte auch der Ridgeback "stellte" den Löwen, gemeint war lediglich er hielt ihn am Ort bis der Jäger nahe genug an den Löwen herankam.

Allgemeines Erscheinungsbild:

Der Rhodesian Ridgeback sollte einen ausgewogen gebauten, starken, muskulösen, wendigen und aktiven Hund darstellen, symmetrisch im Profil und bei mittlerer Geschwindigkeit äußerst ausdauernd. Das Hauptaugenmerk ist auf Beweglichkeit, Eleganz und funktionale Gesundheit ohne Tendenzen zu einer massigen Erscheinung zu legen. Die Besonderheit der Rasse ist der Rückenkamm (<<ridge>>), der dadurch entsteht, daß die Haare in Gegenrichtung zu denen am übrigen Körper wachsen. Der Rückenkamm ist das Wappenzeichen der Rasse. Der Rückenkamm muß klar abgegrenzt sein, symmetrisch und zu den Hüfthöckern hin schmaler werden. Er muß unmittelbar hinter den Schultern beginnen und bis zu den Hüfthöckern reichen. Der Rückenkamm darf nur zwei Wirbel (<<crowns>>) aufweisen, die dieselbe Form haben und einander gegenüber liegen. Die Unterkannte der Wirbel dürfen nicht über das obere Drittel des Rückenkamms hinausgehen. Ein guter Durchschnittswert für die Breite des Rückenkamms ist 5 cm (2 inches).

Die Ridgebacks sind sehr bewegunsfreudig und wollen viel laufen. Bequemen Menschen ist daher von einer Anschaffung abzuraten.

 

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